Stark! Mariia Lytvyn und Lisa Gruber siegen bei österreichischem Top-10-Turnier
Mariia Lytvyn (Indigo Graz) gewinnt beim österreichischen Top-10-Turnier in Salzburg die U19, Lisa Gruber (Motus Graz) macht es ihr in der U13 nach. Alina Winter wird dort sensationell Dritte.
Salzburg war für die steirischen Tischtennis-Mädchen am Wochenende eine Reise wert. In der Mozartstadt standen die österreichischen Top-10-Turniere der Altersklassen U13 und U19 auf dem Programm. Und beide Mädchenbewerbe gingen in die grüne Mark: Den U19-Sieg sicherte sich Mariia Lytvyn (Indigo Graz), in der U13 war Lisa Gruber (Motus Graz) eine Klasse für sich. Alina Winter (Indigo) komplettierte als Dritte den steirischen Erfolg.
Nur einen einzigen Satz hat Mariia Lytvyn in ihren neun Auftritten in Salzburg abgegeben. "Das war eine sehr beeindruckende Vorstellung. Sie hat mit ihrem schnellen Spiel am Tisch alle enorm unter Druck gesetzt und sich auch viel besser bewegt als alle anderen", freute sich Trainer Christoph Simoner. Zweite wurde ihre Bundesliga-Teamkollegin Elina Fuchs vor Vanessa Tang.
Neun Spiele, neun Siege, 27:4 Sätze – so lautete die sachliche Bilanz bei Lisa Gruber. Doch für Trainer Attila Balaz war etwas anderes viel mehr wert: "Sie hat aufgehört, Vorsprünge nur zu verwalten und stattdessen mutig das eigene Spiel in die Hand genommen. Dadurch ist sie im entscheidenden Moment über sich hinausgewachsen." Der Hintergrund: Fünf Tage zuvor hatte sie ein Turnier der European Youth Series in Pilsen bestritten und dabei zwar mehr als die Hälfte aller gespielten Punkte gewonnen, aber auch acht von 13 Satzverlängerungen verloren. "Sobald es eng wurde, wollte sie den Vorsprung nur noch verwalten. Die gemeinsame Marschroute für das Top U13 lautete daher ganz klar: Mutig bleiben, selbst angreifen und Vorsprünge aktiv ausbauen", erzählt der Motus-Trainer. Vor allem der 3:0-Sieg im letzten Spiel gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagene, und deutlich höher eingeschätzte Mia Wu war außergewöhnlich. "Das war das bisher beste Spiel meiner Karriere! Diesen Sieg habe ich nicht erwartet", sagte die Grazerin selbst.
Eine sensationelle Leistung bot auch die erst elfjährige Alina Winter. Sie hat erst vor etwas mehr als einem Jahr mit Tischtennis begonnen und vor genau einem Jahr ihren ersten Wettkampf bestritten. In diesem Feld jetzt schon auf Platz drei zu kommen, ist außergewöhnlich. "Alina trainiert täglich, in den Ferien hat sie meistens sogar zwei Mal am Tag trainiert. Und sie will immer mehr", berichtet Christoph Simoner. "Sie hat in Salzburg das absolute Maximum herausgeholt und kann mega-zufrieden sein", ergänzt er. "Ich hätte nicht damit gerechnet, den dritten Platz zu schaffen und bin sehr zufrieden mit mir. Mein kurzfristiges Ziel ist es, in der nächsten Runde der 2. Bundesliga an diese Leistung anzuknüpfen", sagte Alina Winter selbst.
Bei den Burschen war kein Steirer am Start, der Feldkirchner Bundesliga-Sekundärspieler (im Nachwuchs für den Wiener Verband aktiv) Béla Csomor belegte den sechsten Platz. Der Sieg ging an Petr Hodina vor Patrick Skerbinz.






