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Nachwuchsliga  

Ein 23:21-Satz als Beispiel für extrem knappe Nachwuchsliga

Der erste Durchgang der Nachwuchsliga Süd war geprägt von extrem vielen sehr engen Partien. Den Sieg in der Topgruppe 1 holte sich Raphael Zechmann (Post SV Graz) vor den Gratweinern Michael Siebenhofer und Luca Kogler.

Erstellt von Raimund Heigl | |   Nachwuchsliga

Das Format der Nachwuchsliga ist mit seinem Gruppensystem, eingeteilt nach den RC-Punkten, bekannt dafür, sehr viele spannende und enge Partien zu produzieren. Was sich beim ersten Durchgang der Süd-Gruppe in Feldkirchen tat, bot noch einmal eine Steigerung des Üblichen. Sinnbildlich war ein 23:21-Satz zwischen dem Sieger Raphael Zechmann und dem Zweiten der Topgruppe, Michael Siebenhofer im letzten Spiel des langen Sporttages. Den dritten Platz holte sich Luca Kogler. 

Weil die großen Hallen nicht zur Verfügung gestanden waren, wurden die Spiele in drei Vormittags- und vier Nachmittagsgruppen aufgeteilt. Es ging alles reibungslos und trotz der engen Matches recht zügig voran. Sinnbildlich für die vielen engen Partien war die Gruppe 4, in der es sogar eine Partie (Fasching - Sorko) gab, in der alle fünf Sätze mit dem Minimalvorsprung von zwei Punkten Unterschied entschieden wurde. Auch um den Sieg ging es enorm spannend her: Vincent Yazdani von Motus Graz und die beiden Feldkirchner Marat Musiev und Marian Kouba schlugen sich gegenseitig und wiesen insgesamt jeweils vier Siege bei einer Niederlage auf. Das Satzverhältnis entschied dann zu Gunsten von Yazdani. Musiev wiederum zeigte sich als toller Kämpfer und drehte zwei Mal einen 0:2-Satzrückstand noch zu einem 3:2-Sieg um, so auch gegen Yazdani in einem begeisterternden Spiel.

In der Gruppe 2 konnte sich Malik Asker, der im Sommer von Gratkorn zum großen Nachbarn Gratwein gewechselt war, vor seinem Neo-Teamkollegen Samuel Bohn durchsetzen. Für eine Schrecksekunde sorgte Paul Goldgruber (Feldkirchen), der sich im Match gegen Asker eine Verletzung am Finger zuzog und einige Minuten behandelt werden musste. Die zunächst starke Schwellung ging dann aber rasch zurück und Pauli kämpfte weiter und setzte sich schließlich sogar in einem weiteren Dreierradl gegen Jonathan Fuchs und Maximilian Winterheller durch und wurde noch Gruppendritter. In der Gruppe 3 war mit dem enorm formstarken Philip Jehle ein weiterer Motus-Spieler voran. Ben Fratnik, der als einziger Gratkorner am Samstag spielte (die weiteren entschieden sich für ein Antreten am Sonntag im Norden in Großlobming) sowie Daniel Kürzl komplettierten das Podest.

In den Vormittagsgruppen setzten sich Tigran Atabeyan und Anton Freiberger-Rath (beide Fürstenfeld) sowie Laurenz Ploderer (UTTV Graz) durch. Letzterer gewann alle fünf Partien mit 3:0 und sorgte so für den Gegenentwurf zu den vielen knappen Gruppen. "Die großen Nachwuchsvereine wie Gratwein, Fürstenfeld, St. Stefan, Motus und Feldkirchen stellten das Gros der Spieler auf dem Podest. Doch auch kleinere wie Gratkorn, Feldbach oder UTTV konnten sich gut in Szene setzen und zeigten, dass es sich lohnt, auf Nachwuchsarbeit zu setzen. Insgesamt waren vor allem die Kaderspieler, die im Sommer am Trainingslager teilgenommen haben, stark verbessert. Das gibt Hoffnung, dass sich die Steiermark auch österreichweit wieder gut präsentieren kann", sagt Turnierleiter und StTTV-Nachwuchsausschuss-Mitglied Raimund Heigl. Gemeinsam mit Nachwuchsreferent Thomas Wildling und den Veranstaltern wird bereits jetzt daran gebastelt, dass im Frühjahr wieder alle Durchgänge in den großen Hallen mit bis zu 16 Tischen ausgetragen werden können.

NL Nord in Großlobming

Am Sonntag folgte die NL Nord in Großlobming. Die maximale Teilnehmerzahl war nach Nennschluss perfekt erreicht und die Gruppeneinteilung wurde gemacht und ausgeschickt. Nachdem es bei der 1. NL Steiermark Kritik an der jahrelang üblichen Gruppeneinteilung mit Anpassungen der RC-Punkte nach Rücksprache mit den jeweiligen Vereinstrainern gegeben hat, hat sich der Verband dazu entschlossen, auf die vom ÖTTV übliche Vorgangsweise (keine Änderung von RC-Punkten bei SIC über 90) zurückzugreifen. Daraufhin hat sich der Verantwortliche von Gratkorn dazu entschlossen, alle vier genannten Spieler, nachdem alle Vorbereitungsarbeiten im Turnierprogramm umgesetzt und ausgedruckt waren, zurückzuziehen. Sonntagfrüh ist dann noch ein Spieler krankheitsbedingt ausgefallen. "Ich musste dann vor Ort alle Gruppen neu einteilen und ins Turnierprogramm übernehmen. Trotzdem konnten wir das Turnier pünktlich starten und es war großartige Stimmung in der Halle. Es wurde gekämpt, geklatscht und angefeuert", berichtet StTTV-Nachwuchsreferent Thomas Wildling. Es gab viele enge Partien und einige Gruppen, wo zwei oder drei Teilnehmer gleich viele Siege hatten und dann die direkte Begegnung oder das Satzverhältnis den Entscheid über die Platzierung gegeben hat. Unser Dank gilt dem Team aus Großlobming, die wie immer perfekte Bedingungen für die Nachwuchstalente geschaffen haben. Die Gruppensieger im Norden waren Oliver Kletzenbauer (Bruck), Samuel Kolland (Leoben), Sebastian Stocker-Reicher (Leoben), Milica Smiljanovic (Großlobming) und Marco Plank (Frohnleiten). Herzliche Gratulation allen Siegern und Platzierten!

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