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Chronik des Steir. Tischtennisverbandes

Nach der Gründung des Verbandes im Jahre 1929 - die Initiatoren waren der Akademische Sportverein, die Hakoah und der Grazer TT-Klub - fanden schon im ersten Jahre die steirischen Meisterschaften statt (allerdings waren sie int. ausgeschrieben), die vom Ungarn Deutsch bei den Herren und der Steirerin Wolf gewonnen wurden.

 

Othmar Novozamsky wurde damals bester Steirer und wird daher als 1. Steir. Meister geführt. Festgehalten sei aber auch, daß das Geburtsjahr des steir. TT -Sportes schon 2 Jahre früher, also 1927 war. In den folgenden Jahren wurden schon regelmäßig Turniere, auch mit ausländischer Beteiligung abgehalten und auch wiederholt die "Meisterschaften der österreichischen Alpenländer", welche die Vorläufer unserer heutigen "Österreichischen" waren. Außer den vorerwähnten Grazer Vereinen, zu welchen noch der GAK, die Austria und der schwäbisch-akademische Sportklub zu zählen ist, traten auch Mürzzuschlag und Kapfenberg mit Turnierveranstaltungen an die Öffentlichkeit.

it der politischen Umwälzung in Österreich kam auch die Verbandstätigkeit zum Erliegen und die meisten TT-Vereine lösten sich auf oder stellten ihren Betrieb ein. Erwähnt soll auch werden die Eingliederung der Untersteiermark in das deutsche Reich, da dadurch ein sehr spielstarker Verein, nämlich der Sportverein Cilli, hinzukam, der auf Anhieb mit der Mannschaft Wretschitsch, Tschoch und Schiffer Meister wurde.

 

1946 wurde der Steirische Verband wieder reaktiviert und Eugen Netolicka, der schon 1931 Präsident war, übernahm wieder die Verbandsleitung, die er bis 1949/50 behielt.

 

1948 gab es wieder erstmals Steirische Meisterschaften, die Edi Wretschitsch gewann. Damals schien auch das erste Mal der Name Linde Wertl aus Guggenbach auf, die von Sepp Fähnrich herausgebracht worden war, in der Folge nach Wien ging und erfolgreichste österreichische Spielerin mit sieben Weltmeisterschaftsplaketten und 14 österreichischen Titeln wurde. Aber auch sonst kamen aus der Steiermark überragende Spielerpersönlichkeiten, die auch international erfolgreich waren, wie Fritzi Lauber, verehelichte Scharfegger aus Mürzzuschlag und Karl Wegrath aus Judenburg, wo es dem Doppel Jell/Wegrath sogar gelang, einen 3. Platz bei den Europameisterschaften im Doppel zu erringen.

 

Der steirische TT-Sport entwickelte sich in den 50er- Jahren rasch, so gab es 1953 schon 56 Vereine und neben Graz verschiedene "TT-Hochburgen"; Mürzzuschlag, Judenburg, Liezen und Leoben. Erwähnt sei hier auch der zweimalige Gewinn der österreichischen Vereinsmeisterschaft durch den TTC Alpine Donawitz in den Jahren 1959 und 1960.

 

Von 1950 bis 1986 leitete Dr. Erich Schüssler die Geschicke des Verbandes und seiner Initiative ist es zu verdanken, daß im Jahre 1962 die Staatsliga gegründet wurde. Eine ganze Reihe von steirischen Vereinen konnten schöne Erfolge erzielen, wobei der Titelgewinn der Union Handelskammer 1973 in der Herren-Mannschaft, des Atus Graz 1976 und 1977 in der DamenMannschaft und des Atus Judenburg-Sparkasse 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984,1988, 1989 und 1990 ebenfalls bei den Damen, die Höhepunkte waren.

 

Nach dem Tod von Dr. Erich Schüssler übernahm Erich Wisnecky 1986 die Leitung des Verbandes, 1988 wurde der heutige Sektionsleiter des Atus Judenburg, Alfred Maier, zum Präsidenten des Steirischen TT-Verbandes gewählt. In seine Amtszeit fällt bereits der 3. Platz im Europacup der Damen durch den Atus Judenburg und der Seniorenweltmeistertitel durch den Grazer Toni Hold, ebenfalls 1988 und die Gründung der steirischen TT-Leistungszentren.

 

Das Ziel des Verbandes war und ist es, in den Zentren die Mini- und Unterstufenspieler so zu trainieren, daß möglichst viele Talente zur österreichischen Spitze vorstoßen. Dies ist dem Verband in den letzten Jahren gelungen, wie die österreichischen Ranglisten beweisen. Leider ist im Juli 1998 einer von uns gegangen, der als Vizepräsident und Nachwuchsverantwortlicher sehr um den Nachwuchs bemüht war und sich im höchsten Maße verdient gemacht hat – Reinhold Gekle. Die Funktionäre des Steirischen Tischtennis-Verbandes haben sich verpflichtet, die Nachwuchsarbeit in seinem Sinne weiterzuführen.