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Steirische Festspiele in Völkermarkt

Tobias Scherer und Valentin Huber (Feldkirchen) dominieren die Alpe-Adria-Trophy in Völkermarkt mit Siegen in Einzel und Doppel, Podestplätze auch für die Kapfenberger Michael Galitschitsch und Nikita Ruzin sowie den Leobener Lukas Hufnagl bei den Schülern.

Erstellt von Raimund Heigl | |   weitere Turniere

Steirische Festspiele in Völkermarkt

Trotz der starken Konkurrenz aus den angrenzenden Alpe-Adria-Ländern Slowenien und Italien, starken Kärntnern und zahlreichen Spielern aus anderen Bundesländern und Nationen war die Völkermarkter Alpe-Adria-Trophy heuer fest in steirischer Hand. Schon am Freitag setzte sich Valentin Huber (TTC Feldkirchen bei Graz) im Bewerb "Gäste" (spielberechtigt sind alle Spieler, die nicht in der Kärntner Meisterschaft spielen) durch. Im Endspiel setzte er sich gegen den starken italienischen Materialspieler Claudio Sassi (ASD TT Montichiari) durch, der zuvor unter anderen Edgar Walter (Don Bosco Graz) eliminiert hatte.

Am Samstag folgten die Hauptbewerbe in fünf verschiedenen Punktekategorien sowie das Doppel, dazu Schüler und Jugend. Los ging es am Vormittag mit dem Doppel, wo sich die beiden steirischen Bundesliga-Duos Michael Galitschitsch/Nikita Ruzin (KSV) und Tobias Scherer/Valentin Huber (Feldkirchen) gegen die ausländische Konkurrenz durchsetzte und im Halbfinale aufeinander traf. Das etwas routinierte Feldkirchner Team setzte sich durch und traf im Endspiel auf zwei in Italien lebende Rumänen Bobkov/Skyba. Auch hier siegten die Feldkirchner recht sicher.

Im offenen A-Bewerb gab es heiße Duelle zwischen den Vertretern der verschiedenen Nationen. Auffällig war, dass sehr viele der teilnehmenden Italiener mit Noppenbelägen agierten und dass der Anti-Topspin-Belag offenbar eine Rennaicance erlebt - das ist wohl der "Sabine-Winter-Effekt". Im Viertelfinale trafen Michael Galitschitsch und Valentin Huber aufeinander. Bei 2:0 in Sätzen, 7:5 und eigenem Aufschlag sah "Gali" schon wie der sichere Sieger aus. Doch "Vali" kämpfte sich zurück und gewann im fünften Durchgang etwas glücklich mit 11:9. Im Halbfinale ließ er einen 3:1-Erfolg über den überraschend starken Kärntner Landesligaspieler Johannes Siebenhofer (der übrigens in Kapfenberg angefangen hat) vom Veranstalterverein Völkermarkt durch. Auf der anderen Seite des Tableaus setzte sich der topgesetzte Tobias Scherer im Viertelfinale gegen den Salzburger Bundesligaspieler Matti Matschitsch überraschend klar durch. Vor allem deshalb überraschend, weil Scherer erst am Donnerstag von seiner vierwöchigen Hochzeitsreise zurückgekehrt war und am Freitag nur eine Stunde locker trainierte, während Matschitsch natürlich voll im Training steht.

Im Halbfinale ließ er einen Sieg gegen den jungen italienischen Materialspieler Tommaso Bruni (GSD Rangers San Rocco TT) folgen, ehe es im Finale zum Vereinsduell mit Valentin Huber kam. Scherer ging zwei Mal in Führung, doch Huber schaffte jeweils den Satzausgleich. Vor dem fünften Satz meinte Tobias zu Deutschlandsberg-Obmann Horst Brauchart "Jetzt muss ich die Annahme etwas aggressiver anlegen", wenig später stand es 9:0 für ihn. Mit 11:2 holte er sich Satz, Sieg und Titel! "Das Turnier hat seinen Zweck für mich voll erfüllt. Am Vormittag im Doppel war ich noch recht unsicher, doch mit der Zeit habe ich immer besser hineingefunden. Jetzt freue ich mich auf die Vorbereitung mit meiner Mannschaft, aber auch mit den anderen steirischen Bundesligaspielern aus Kapfenberg oder Gratwein", bilanzierte Scherer. 

Im Schülerbewerb schaffte es Lukas Hufnagl (SV Leoben) auf Rang drei. Die übrigen Steirer genossen die gemütliche Atmosphäre in dem wunderschönen Sportzentrum und die Spiele in der außergewöhnlichen - und etwas gewöhnungsbedürftigen - Location.

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