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Ein Europameister für Kapfenberg

Der noch zwölfjährige Louis Fegerl...

Erstellt von Michael Riegler |

Der noch zwölfjährige Louis Fegerl kürte sich in Portugal an der Seite des Spaniers Ladimir Mayorov zum U15-Europameister im Doppel. In der kommenden Saison wird er in der ersten Mannschaft des Kapfenberger SV in der Bundesliga spielen.
Das war ein hartes Stück Arbeit für das österreichische Tischtennis-Ausnahmetalent Louis Fegerl bei der U15-Europameisterschaft in Gondomar (Portugal): Schon im Halbfinale des Doppels musste er mit seinem spanischen Partner Ladimir Mayorov, mit dem er im Vorjahr schon Silber geholt hatte, über fünf Sätze gehen, gewann gegen Öcal/Guluzade (Türker/Aserbaidschan) aber mit 3:2. Und auch das Endspiel gegen die Deutschen Phong und Wang war nichts für schwache Nerven: Nach einer 2:1-Saätzführung mussten Fegerl/Mayorov noch in den Entscheidungssatz, in dem sie sich aber mit 11:8 durchsetzen konnten. „Vor dem letzten Satz habe ich gewusst, dass ich jetzt die Chance habe, mich für die Einzelniederlage gegen Phong zu revanchieren. Das hat geklappt und der Goldjubel war grenzenlos“, sagte Fegerl. Im Einzel war Fegerl im Achtelfinale an Phong gescheitert, ebenso wie mit dem österreichischen U15-Team (1:3 gegen Rumänien). Durch Julian Rzihauschek gab es bei der EM im U19-Doppel noch eine weitere Medaille für Österreich.
Fegerl wird „Tischtennis-Steirer“
In der kommenden Saison wird Louis Fegerl, der am 13. August 13 Jahre alt wird, für den Kapfenberger SV in der ersten Bundesliga (unteres Play-off) spielen. In der abgelaufenen Saison hatte er für die Kapfenberger in der 2. Bundesliga seine Premiere gefeiert und kam als Zwölfjähriger auf Anhieb unter die Top Ten der Einzelrangliste. Vor zwei Jahren war er die Nummer 1 der U11-Weltrangliste, aktuell liegt er in der U13-Welt auf Rang drei.
Im Vorjahr hatte er die österreichischen Bewerbe noch für den niederösterreichischen Tischtennisverband bestritten, in der kommenden Saison wird er für das steirische Team bei den österreichischen Meisterschaften an den Start gehen. Der Grund ist ein formeller: In der zweiten Bundesliga darf man als Nachwuchs-Sekundärspieler für einen anderen Verein in der Bundesliga spielen, wenn man im eigenen keine Möglichkeit dazu hat. Da es in der 1. Bundesliga keinen verpflichtenden Nachwuchsspieler gibt, gibt es für diese Spielklasse auch diese Regelung nicht. Daher spielt Fegerl jetzt mit einem normalen Leihvertrag für die Kapfenberger.
Louis‘ Eltern Stefan Fegerl und Li Qiangbing waren beide österreichische Nationalspieler. Louis machte es jetzt seinem Vater nach, der ebenfalls Europameister wurde, allerdings in der allgemeinen Klasse – 2015 im Doppel mit dem Portugiesen Joao Monteiro und im gleichen Jahr auch mit dem österreichischen Team. In der Weltrangliste stieß er bis auf Rang 19 vor. Seine Mutter Li Qiangbing vertrat Österreich bei zwei Olympischen Spielen und stieß bei der EM 2009 bis ins Viertelfinale vor. Ihre beste Weltranglistenplatzierung war Rang 37.

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